Produktinformation - Wollastonit
Eigenschaften
- Farbe: farblos, weiß, z. T. grau, gelb, rotbraun
- Morphologie: massig, nadelig, faserig, selten tafelig
- Chemismus: ca. 21 - 39% Al2O3, 54 - 65% SiO2
- Dichte: 2,8 - 2,9 g/cm3
- Härte nach Mohs: ca. 4,5
- Schmelzpunkt: ca. 1540 °C
- pH-Wert: ca. 9,9
- verbessert die Oberflächen- bzw. mechanischen Eigenschaften
- erhöht die Witterungsbeständigkeit
- reduziert die Schrumpfung
- geringe thermische und elektrische Leitfähigkeit
- unlöslich in Wasser, gut löslich in Salzsäure
Herkunft
Calcium-Salz der Metakieselsäure
Synonym: Tafelspat
Ca3[Si3O9]
Typen
Wollastonit entsteht bei der Kontaktmetamorphose durch den Kontakt von Kalkstein und kie-selsäurehaltigem Magma. Bei Temperaturen von mehr als 600 °C kommt es zur sogenannten Wollastonitreaktion:
Calcit + Quarz ↔ Wollastonit + Kohlendioxid
Wollastonit tritt weltweit an verschiedenen Fundorten auf. Der in den Lagerstätten abgebaute Rohstoff wird zunächst gebrochen und gemahlen. Eine Vermahlung kann bis in den µm-Bereich erfolgen. Für Spezialanwendungen, vor allem im Bereich der Kunststoff- und Faserindustrie, sind zumeist oberflächenmodifizierte Wollastonit-Typen im Einsatz.
Anwendungen
Aufgrund des hohen Schmelzpunktes und seiner zuweilen faserigen Struktur dient Wollastonit als Ersatzrohstoff für Asbest. Darüber hinaus ist Wollastonit ein exzellenter und funktioneller Füllstoff mit verstärkenden Eigenschaften in einer Vielzahl industrieller Anwendungen.



